Krampfader-Operation
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, nur Methoden anzuwenden, die möglichst schonend sind, den Körper nur wenig belasten und die Mobilität des Patienten nach dem Eingriff kaum einschränken. Auch die sonst üblichen begleitenden Nebenwirkungen einer Vollnarkose entfallen hier völlig.
Wir entfernen in unserer Praxis krankhaft veränderte Venenabschnitte (Seitenäste) mit einem minichirurgischen Verfahren (Phlebektomie, sogenanntes narbenfreies Verfahren).
Dieses schonende, schnittfreie Verfahren führen wir ambulant in unserer Praxis durch. In kleinen Stichen von 1 bis 2 mm können die oberflächlichen, sichtbaren Krampfadern in lokaler Betäubung schmerzfrei und mit bestem ästhetischem Ergebnis beseitigt werden.
Schon kurze Zeit nach dem Eingriff können Sie aufstehen und Ihre täglichen Aktivitäten wieder aufnehmen. Etwas Bewegung, zum Beispiel leichte Spaziergänge, sind jetzt sogar förderlich für den Heilungsprozess.
Stammvenenerhaltende Operationsmethode
Unsere Behandlungsmethoden basieren auf der selektiven und miniinvasiven Krampfaderentfernung (Varizenentfernung) mit dem Ziel, die Stammvenen möglichst zu erhalten.
Nach einer für Sie schonenden Ultraschalluntersuchung des kompletten Gefäßsystems wird genau gemessen und abgewogen, welche erweiterten Venen wirklich das Problem für die Durchblutung darstellen.
Diese stammvenenerhaltende Methode basiert auf der Erfahrung, dass sich die Funktion der Stammvenennach wieder einstellt nach der selektiven Entfernung der zuführenden stark erweiterten, irreparablen Seitenastvarizen (Krampfadern).
Nicht selten werden nach so einem Eingriff die Stammvenenklappen, die wie Rückschlussventile funktionieren, wieder funktionstüchtig.
Da bei der Krampfaderbildung die Klappen ja nicht kauttgehen, sondern das Problem ausshließlich in der ereirteten Vene liegt, ist die logische Konsequenz, dass das Schrumpfen der Vene (auch wenn es nur 1-2 mm sind), die Klappen funktionstütig macht, da sie sich wieder berühren können.
Die Entfernung der Stammvene ist häufig unnötig
Die Stammvene spielt eine wichtige Rolle im Blutkreislauf, obgleich sie für den Rückfluss von nur 10 Prozent des venösen Blutes der unteren Extremität zuständig ist. Auch werden Stammvenen oftmals für die Herz- und peripheren Arterien-Bypassoperation benötigt – häufig steht kein anderes Material zur Verfügung.
Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass sich das Lumen (Durchmesser) der erweiterten Stammvene – nach Entfernung der einmündenden Seitenäste – in 91% der Fälle normalisieren kann. Lediglich wenn die Stammvene nachweislich irreversibel und massiv erweitert ist, ist eine komplette Entfernung notwendig.
Ablauf der Operation
Bei minichirurgischen Verfahren (Phlebektomie, sogenanntes narbenfreies Verfahren) werden mittels kleiner Stiche von 1 bis 2 mm die oberflächlichen, sichtbaren Krampfadern schmerzfrei und mit bestem ästhetischen Ergebnis (annähernd ohne Narben) beseitigt. Dieses schonende und schnittfreie Verfahren führen wir ambulant in unserer Praxis durch – ausschließlich unter örtlicher Betäubung. Der Eingriff dauert 10-30 Minuten.
Schon kurze Zeit nach dem Eingriff können Sie aufstehen und Ihre täglichen Aktivitäten wieder aufnehmen. Etwas Bewegung, zum Beispiel leichte Spaziergänge, sind jetzt sogar förderlich für den Heilungsprozess.
Die Vorteile der stammvenenerhaltenden Operationsmethode:
- Sparsamer Umgang mit dem Venenmaterial (stammvenenerhaltend) trotz effektivem Ergebnis
- Mögliche Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit der Stammvenenklappen – nach Entfernung der einmündenden Seitenäste
- Beste ästhetische Ergebnisse, da schnittfreie Mikroinzisionen (Stiche unter 2 mm). Hämatome werden weitgehend vermieden
- Nicht belastend für den Körper, da keine Vollnarkose notwendig ist
- Ambulante Methode durch selektive, miniinvasive Form des Eingriffs sowie ausschließlich örtliche Betäubung, keine postoperativen Blutungen
- Schutz vor Thrombose: Bewegung ist Bestandteil der Therapie
- Vorbeugung: Schutz der Stammvene vor Erweiterung durch frühzeitige Entfernung von in die Stammvene mündenden Seitenästen
- Geringes Risiko: Die Operation ist auch für Patienten im fortgeschrittenen Alter möglich.